Britta Seeger im WAC

Review:
 WAC-Spotlight mit
Hildegard Müller, VDA

WAC-Spotlight mit Hildegard Müller, VDA

Nach der Begrüßung durch den WAC-Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Biegert eröffnete Frau Müller den inhaltlichen Teil des Abends mit ihrer Rede und setzte damit den thematischen Rahmen für die Veranstaltung. Im Anschluss folgte eine von Jürgen Preuß moderierte Fragerunde, in der sie die Beiträge aus dem Publikum präzise, differenziert und mit großer inhaltlicher Tiefe beantwortete. Ihre Ausführungen knüpften dabei nahtlos an die zuvor gesetzten Impulse an und rundeten den Austausch in überzeugender Weise ab.

Beim WAC-Spotlight am 14. April 2026 zeichnete Frau Müller ein differenziertes Bild der Transformation hin zu klimaneutraler Mobilität. Im Mittelpunkt stand die Stärke der deutschen Automobilindustrie, deren Innovationskraft weiterhin ein prägender Faktor für die globale Entwicklung individueller Mobilität bleibt.

Mit dem Blick nach China verdeutlichte sie, wie unterschiedlich Mobilität heute gedacht und genutzt wird. Während das Auto dort zunehmend zum Lebensraum wird – für Kommunikation, Konsum und Unterhaltung –, stehen in Europa Effizienz und Sicherheit im Vordergrund. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sich diese Gegensätze auflösen: Märkte wachsen zusammen, Anforderungen gleichen sich an. Qualität und Sicherheit gewinnen in China an Bedeutung, während in Europa die Digitalisierung der Fahrzeuge stärker nachgefragt wird.

Im Kontext regulatorischer Rahmenbedingungen rückte das autonome Fahren in den Fokus. Deutschland nimmt hier mit fortgeschrittenen Systemen eine führende Rolle ein. Zugleich warb Frau Müller für ein besseres Verständnis im Umgang mit Daten: Nicht deren Einschränkung, sondern ihre intelligente Nutzung sei entscheidend für eine effiziente Verkehrsteuerung. Die erheblichen Investitionen der Branche unterstreichen diesen Anspruch – doch sie erfolgen global. Umso wichtiger sei es, die wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland so zu gestalten, dass Wertschöpfung im Land bleibt.

Auch die Beschäftigungseffekte der Transformation sprach sie offen an. Der Wandel zur Elektromobilität führt zu spürbaren Arbeitsplatzveränderungen, die weit in den Mittelstand hineinwirken. Stabilität und verlässliche politische Rahmenbedingungen seien daher essenziell – in Deutschland wie auch mit Blick auf Europa.

Bei der Ladeinfrastruktur zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Großteil der Ladevorgänge findet weiterhin im privaten Umfeld statt. Für eine breitere Akzeptanz braucht es vor allem im urbanen Raum Fortschritte, die durch aktuelle Förderansätze angestoßen werden.

Ein oft unterschätztes Feld sei die Logistik. Obwohl Lösungen für emissionsarme Antriebe im Lkw-Bereich vorhanden sind, fehlt es an der notwendigen Infrastruktur. Besonders der schleppende Netzausbau bremst die Entwicklung – hier sei politischer Gestaltungswille gefragt.

Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit plädierte Frau Müller für eine Neuausrichtung: weg von kurzfristigen Subventionen, hin zu nachhaltigen Standortstrategien. Übermäßige Regulierung dürfe Innovation nicht behindern. Ebenso hob sie die Bedeutung unternehmerischer Freiheit hervor. Verantwortung liege traditionell bei den Unternehmen – diese müsse wieder stärker ermöglicht werden.

In ihrer Zusammenfassung formulierte sie einen klaren Anspruch: Der Weltmarkt verlange nach dem guten, nicht nach dem teuren Auto. Dafür brauche es mehr Realismus, mehr Flexibilität und den Mut, Veränderungen aktiv zu gestalten. Die Innovationskraft der Branche sei vorhanden – es gelte, sie zu entfalten.

Der langanhaltende Applaus des Publikums spiegelte die Resonanz auf eine Rede wider, die Orientierung gab und zugleich zum Handeln ermutigte.

Text: Jürgen Preuß

Mehr Informationen unter: www.vda.de

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